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Nachruf

 

auf den früheren Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden des Bundesverbands

Mit Carl-Heinz Hack verliert der Bundesverband – verlieren die Freundeskreise eine Ausnahmepersönlichkeit, die sich auf allen Ebenen der Freundeskreisarbeit für die Selbsthilfe von suchtkranken Menschen und deren Angehörigen in ganz besonderem Maße engagiert hat. Wir gedenken seiner Verdienste auf Ort-, Landes- und Bundesebene, die bis heute nachwirken.


Für ihn bedeutete Selbsthilfe: „Zeit haben für sich selbst und andere, Freunde gewinnen, neue Werte für ein zufriedenes Leben ohne Suchtmittel finden."

Sein Motto war: „Ein Freund ist ein Mensch, der mich versteht, mich annimmt, so wie ich bin, und mich nicht bewertet.“ Diesen damals wegweisenden Gedanken finden wir auch heute noch im Leitbild der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe.

Vor rund 40 Jahren - bei der Gründung des Bundesverbands im nordhessischen Treysa - war Carl-Heinz Hack dabei und prägte die Richtlinien des damals jüngsten Selbsthilfeverbands in der Suchtkrankenhilfe mit.

Auf der Delegiertenversammlung des Bundesverbands in 1982 in Saarbrücken wurde er dann zum Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte er inne bis zum Jahr 1997. Hierin fallen auch die Bestrebungen um die Eigenständigkeit des Bundesverbands als e.V.

Seine Amtszeit war geprägt durch eine konstruktive, an den Bedürfnissen der suchtkranken Menschen und ihren Familien orientierten Aufbauarbeit.

Eine Reihe von hervorzuhebenden Arbeitsschwerpunkten seien genannt.

  • Die Etablierung eines Arbeitskreises „Öffentlichkeitsarbeit“, der übrigens heute noch existiert.
  • Die Erhebung einer Statistik in der Sucht-Selbsthilfe, was zur damaligen Zeit ein revolutionäres Unterfangen war. Er erkannte die Wichtigkeit dieser Erhebung zur Profilierung der Sucht-Selbsthilfe vor den Kostenträgern.
  • Die Erarbeitung einer Konzeption für die Ausbildung von Gruppenbegleitern in den Freundeskreis-Selbsthilfegruppen.
  • Die Durchführung von Familienfreizeiten.


Als ganz besonderer Erfolg sind seine Kontakte zur Politik zu werten. Auch in diesem Rahmen gelang es Carl-Heinz Hack die Sucht-Selbsthilfe zu etablieren. Die damalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth konnte als Schirmherrin für die Freundeskreise gewonnen werden. Es wurde in diesem Zusammenhang auch erreicht, dass die Deutsche Rentenversicherung jährlich Mittel für die Sucht-Selbsthilfe zur Verfügung stellte.

Carl-Heinz Hack hat sich eingesetzt für die Sucht-Selbsthilfe der Freundeskreise. Seine Ehefrau Johanna hat ihn auf seinen unzähligen Reisen begleitet und stets unterstützt. Ohne beider Engagement gäbe es den Bundesverband nicht.
Carl-Heinz Hack war streitbar, wenn es um die Förderung der Arbeit ging. Sein ausgleichendes Wesen zeichnete ihn jedoch aus. Er stand stets an der Seite der von Sucht betroffenen Menschen, ihr Wohl war ihm eine Herzensangelegenheit.
Der Bundesverband verliert mit ihm einen Vor- und Mitdenker, einen Menschen, der tief im christlichen Glauben verwurzelt war.

Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband e.V.
die Mitarbeitenden im Vorstand und in der Geschäftsstelle

11. Oktober 2017