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DAK-Scheckübergabe 2017

Am Mittwoch, den 26.07.2017 nahmen Wolfgang Kaiser, stellv. Vorsitzender, und Ute Krasnitzky-Rohrbach, Suchtreferentin, im Kasseler Service-Zentrum der DAK Gesundheit den Scheck über die kassenindividuellen Fördermittel entgegen. Links zu sehen: Michelle Knauff, stellv. Leiterin des Servicezentrums.

Deutscher Kirchentag 2017

„Du siehst mich…“ - Die Sucht-Selbsthilfeverbände der Diakonie auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg

„Du siehst mich“ (1. Mose, 16,13) war das Motto des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT), der vom 24. – 28. Mai 2017 in Berlin und Lutherstadt Wittenberg stattfand.

Schätzungsweise 200.000 Menschen nahmen an den zahlreichen und vielfältigen Programmpunkten teil. Vor großer Kulisse fanden am 24. Mai drei Eröffnungsgottesdienste am Brandenburger Tor, am Gendarmenmarkt und vor dem Reichstag statt. Anschließend war der Abend der Begegnung mit Mitmach-Aktionen, Verkaufsständen und Ausstellungen, der Berlin-Mitte in ein großes friedliches Volksfest verwandelte. Der Kirchentag endete mit dem Festgottesdienst in Wittenberg.

Mit dem Kirchentag wurde gleichzeitig auch 500 Jahre Reformation gefeiert. Der Bundesverband der Freundeskreise präsentierte sich - wie schon bei den vorigen Kirchentagen - und bildete wieder die bereits bewährte und erfolgreiche Kooperation mit dem Blauen Kreuz in Deutschland, dem Blauen Kreuz in der Evangelischen Kirche und dem Gesamtverband für Suchthilfe. Zusammen hatten wir somit eine Standlänge von 16 m, die wir gemeinsam mit Transparenten und Plakaten gestalteten. Neu war diesmal die Platzierung im „Forum der Diakonie“ in der Messe im Markt. Damit gehörten wir zum Team der Diakonie und wurden so auch wahrgenommen. Zahlreiche sehr positive Rückmeldungen erreichten uns dazu, und das Interesse an unserer Arbeit war groß. Wir führten viele Gespräche mit Menschen, die sich über das Angebot der Suchthilfe informierten, aber oft auch Interesse hatten an konkreten Erfahrungen von Menschen, die Sucht erlebt haben.

Und es gab noch eine erfreuliche Besonderheit: Der Bundesverband konnte dieses Mal deutlich verjüngt an den Start gehen. Mit viel Motivation und Freude waren Maren (23 Jahre) und Inga Stege (20 Jahre) aus Großheidorn, ein Stadtteil von Wunstorf in der Region Hannover, dabei. Sie waren gemeinsam mit ihrer Mutter, der stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesvorstands, Elisabeth Stege, angereist. Den beiden jungen Frauen gelang es in Windeseile, die Menschen in ihren Bann zu ziehen. Gleich zu Beginn hatten sie die Idee, eine Pyramide aus den Kirchentagshockern aufzubauen und Bilder zum Thema „Sucht“ darauf zu malen. Diese Bilder wurden in den folgenden Tagen von vielen – insbesondere jüngeren Menschen – betrachtet, und sie waren „Türöffner“ für viele Gespräche.

Gerne wurden die vom letzten Kirchentag bereits bekannten Kugelschreiber und Stoffbeutel – diesmal in Petrol - angenommen und mit den weiteren Materialien der Verbände befüllt. Zum Team des Bundesverbands gehörte - mittlerweile schon traditionell – auch Dieter Rohrbach aus Kassel, der Auf- und Abbau wieder tatkräftig unterstützte und den „Hintergrunddienst“ sicherstellte. Allen im Team – auch den Mitarbeitenden aus den befreundeten Verbänden - an dieser Stelle noch einmal ein besonders herzliches Dankeschön für die angenehme und schöne Zusammenarbeit. Der gemeinsame Auftritt der Sucht-Selbsthilfeverbände in der Diakonie wurde finanziert vom Bundesverband der AOK, der Gesundheitskasse. Auch dafür unseren besten Dank!

Der nächste DEKT findet vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund statt.

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Bundesverdienstkreuz für Hildegard Arnold aus Schiltach

Am 26. November 2013 verlieh Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel in Schiltach das Verdienstkreuz am Bande an Hildegard Arnold. Er machte deutlich, dass der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland eine herausragende Auszeichnung für besondere ehrenamtliche Leistungen ist, die engagierte Menschen über einen langen Zeitraum erbringen und damit Spuren in der Gesellschaft hinterlassen.

Hildegard Arnold gründete vor 27 Jahren gemeinsam mit ihrem alkoholkranken Ehemann Werner den Freundeskreis Schiltach. Seit damals hat sie den Blick auf Sucht im System - auf die Auswirkungen der Suchterkrankung im familiären Umfeld. Die Partner/innen und Kinder in suchtbelasteten Familien liegen ihr sehr am Herzen. Für geeignete Hilfeangebote in der Freundeskreis-Arbeit engagiert sie sich daher heute noch genauso wie damals.

Schnell übernahm sie Verantwortung in den Gremien des Landesverbands Württemberg und wurde alsbald zur Vorsitzenden gewählt.

Mit vielen wegweisenden Gedanken und Ideen hat sie die Arbeit des Landesverbands – und damit die der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe in Württemberg - bereichert. Zudem wurde sie durch die Wahl zur Vorsitzenden auch Arbeitgeberin und Vorgesetzte der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle in Laichingen.

Auch im Bundesverband ist sie seit Jahren aktiv in den Arbeitskreisen „Sucht und Familie“ und „Aus- und Fortbildung“ und hat hier an der Herausgabe von vielen Broschüren maßgeblich mitgearbeitet. Darüber hinaus arbeitet sie im erweiterten Vorstand mit. Bürgermeister Thomas Haas brachte es auf den Punkt: „Sie kümmern sich darum, dass Wissen weitergegeben wird. Sie übernehmen eine wichtige Multiplikatoren-Funktion.“

Bewusst hatte sich Hildegard Arnold für die Ehrung im kleinen Kreis entschieden. Ihr geht es um die Sache, nicht um die eigene Person. Der Landrat fasste dies so zusammen: „Sie wollen etwas bewegen, Inhalte nach innen und außen tragen. Sie stehen in Bescheidenheit zu dem, was sie tun und damit sind Sie innovativ.“

Die etwa 50 Anwesenden – Familie, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Mitarbeitende in der Freundeskreis-Arbeit – freuten sich mit der Geehrten über die Auszeichnung.

Hildegard Arnold selbst machte in ihrer Ansprache deutlich, dass sie diese Arbeit nur machen kann, weil sie sich auf einem soliden Fundament geborgen weiß: in ihrer Familie, ihrer christlichen Glaubensüberzeugung und den Traditionen der Freundeskreisarbeit, aus denen sich - frei nach Sören Kierkegaard - neue Chancen für die Freundeskreise entwickeln können: „Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts.“ 

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Goldenes Kronenkreuz für Hannelore und Günter Wagner vom LV Saarland

Auf Einladung des ehrenamtlichen Geschäftsführers der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe im Saarland, Landesverband e.V. nahmen Andreas Bosch, Klaus Limpert, Brigitte Sander-Unland und Simone Theis als Mitglieder des gsf. Vorstands an der Feierstunde zur Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes an Hannelore und Günter Wagner teil.

Die höchste Auszeichnung der Diakonie erhalten ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende, die seit 25 Jahren in diakonischen Einrichtungen tätig sind.
Günter Wagner (59) begann seine Freundeskreisarbeit beim Freundeskreis Fürstenhausen. Jung und ungestüm, wie er war – so Manfred Kessler -, wurde es ihm dort zu eingefahren, und er gründete den Freundeskreis Bous, dessen Vorsitzender er bis heute ist.
Seit 2003 ist Günter Wagner der Vorsitzende des Landesverbands. Hannelore Wagner begleitete ihren Gatten in all den Jahren als Schriftführerin bzw. Kassiererin.

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